Die Leitstelle Tirol alarmiert und koordiniert tirolweit sämtliche Feuerwehreinsätze und in weiten Teilen des Landes sämtliche Rettungseinsätze und Krankentransporte. Im Jahr 2008 bearbeitete die LT insgesamt 220.781 Einsätze von der Notrufannahme bis hin zur Alarmierung und Disposition der notwendigen Einsatzmittel. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um 11%.
In der Leitstelle Tirol sind die Leitungen rund um die Uhr besetzt. Bis zu 18 MitarbeiterInnen engagieren sich für die Sicherheit der Tiroler Bevölkerung, aber auch für unsere zahlreichen Gäste im Tourismusland Tirol. Allein im Jahr 2008 wurden 296.713 Anrufe entgegengenommen und bearbeitet. Die Leitstelle Tirol versteht sich als Servicestelle für alle in Not geratenen Personen, jeder Anrufer ist uns wichtig!

Im Jahr 2008 wurden durch die LT insgesamt 444.652 ein- und ausgehende Telefongespräche geführt. Ein großer Teil dieser Gespräche entfällt dabei auf die Notrufabfragen am Feuerwehrnotruf 122, am Alpinnotruf 140 und am Notruf für Rettungs- und Notarztdienst 144. Pro Monat werden zwischen 35.000 und 40.000 Telefonate geführt, dies bedeutet pro Tag ca. 1.220 und pro Stunde ca. 50 Gespräche. Zirka 61% der eingehenden Anrufe kommen aus dem Festnetz, 39% aller Anrufe erreichen die Leitstelle Tirol aus den Mobilfunknetzen.
Die am häufigsten gewählte Notrufnummer ist die 144 für den Rettungs- und Notarztdienst mit ca. 60.000 Anrufen. Am zweithäufigsten wird der Feuerwehrnotruf 122 mit ca. 25.000 Anrufen beansprucht und an dritter Stelle liegt der Alpinnotruf mit immerhin mehr als 19.000 Anrufen. Bei den Notrufen kommen 56% der Anrufe aus Mobilfunknetzen und nur noch 44% der Anrufe aus dem Festnetz.
Die Anzahl der durch die LT bearbeiteten Ereignisse (Events) hat sich von 2007 auf 2008 um ca. 11% erhöht. Diese Steigerung ist im Wesentlichen auf die Übernahme der Feuerwehralarmierung in allen Tiroler Bezirken und eine Steigerung der Krankentransportzahlen zurückzuführen. Letztere wurde durch vertragliche Änderungen bei einem Systempartner ausgelöst. Leistellen-intern führte diese Steigerung zu einer höheren Auslastung.
Durch die LT werden insgesamt 7 bodengebundene Notarztsysteme (NEF Systeme) in den Bezirken Innsbruck Stadt, Innsbruck Land und Kufstein alarmiert und disponiert. Mit diesen 7 NEF Systemen werden ca. 51% der Tiroler Bevölkerung bei rund 12.000 Einsätzen notärztlich versorgt. Die Gesamteinsatzzahl dieser Systeme ist in den vergangenen drei Jahren leicht rückläufig. Im Jahresverlauf sind saisonale Spitzen im Sommer und Winter erkennbar. Parallel zu den Notarztfahrzeugen wird immer auch ein Rettungswagen (RTW) alarmiert.
Neben den Notarzteinsätzen wurden 2008 noch 52.908 Einsätze des Rettungsdienstes und 102.593 Krankentransporte disponiert. Zu Spitzenzeiten werden durch die Leitstelle Tirol bis zu 60 Rettungswägen und Krankentransportfahrzeuge koordiniert und bis zu 600 Rettungs- und Krankentransporte bearbeitet.
Im Jahr 2008 standen in Tirol ganzjährig 8 Notarzthubschrauber im Einsatz, in der Wintersaison wurden diese durch 6 weitere Notarzthubschrauber ergänzt. Insgesamt wurden durch diese Hubschrauberflotte 7.842 Einsätze geflogen bzw. durch die Leitstelle Tirol disponiert. Ca. 77% dieser Einsätze beruhen auf Anforderungen durch andere Leitstellen oder Rettungsdienste. Der Februar 2008 war der einsatzstärkste Monat mit 1.585 Notarzthubschraubereinsätzen. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die außerordentliche Leistung der MitarbeiterInnen der Leitstelle Tirol, diese große Anzahl an Hubschraubereinsätzen effizient, professionell und sicher abzuwickeln.
Von November 2007 bis April 2008 wurde die Alarmierung aller Tiroler Feuerwehren durch die Leitstelle Tirol übernommen. Insgesamt wurden die Tiroler Feuerwehren im Jahr 2008 zu 7.896 Einsätzen alarmiert und im Einsatz unterstützt. 2009 wird das erste Jahr sein, in dem 100% aller Feuerwehralarmierungen durch die Leitstelle Tirol erfolgen.
Bei zahlreichen schweren Einsätzen hat sich die unmittelbare parallele Alarmierung der Feuerwehr und des Rettungsdienstes bewährt. Durch die gleichzeitige Alarmierung und die zentrale Informationsweitergabe durch die Leitstelle Tirol wurde ein neues Qualitäts- und Sicherheitsniveau in der Einsatzabwicklung erreicht.