Im Jahr 2009 bearbeitete die Leitstelle Tirol insgesamt 220.715 Einsätze, von der Notrufannahme bis hin zur Alarmierung und Disposition der notwendigen Einsatzmittel. Die Einsatzzahlen 2009 waren nahezu gleich mit jenen des Vorjahres (geringfügige Abweichung um 0,03%). Die Einsatzzahlen der Feuerwehren in Tirol stiegen um 29%, darin enthalten sind auch Meldungen von Wartungen, Probealarmen von Brandmeldeanlagen, sowie die zur Kenntnisnahme von Zweckfeuern. Letztere Kategorien wurden 2009 erstmals systematisch und vollständig erfasst.
Im Bereich der Tunnelüberwachung konnte durch die weiterführende Automatisierung eine Reduktion von technischen Ereignissen im Ausmaß von 22% verzeichnet werden.
In der Leitstelle Tirol sind bis zu 18 MitarbeiterInnen rund um die Uhr für die Sicherheit im Land tätig. 2009 wurden 280.549 externe Anrufe entgegengenommen und bearbeitet.
Als einsatzstärkster Tag wurde der 19. Februar 2009 mit insgesamt 733 Ereignissen, davon 614 Rettungseinsätze und Krankentransporte, verzeichnet.
Im Vergleich zum Vorjahr wurden durch die Leitstelle Tirol 2009 um 440 NAH-Flüge weniger disponiert. In 71% der Fälle entschieden z.B. andere Rettungsleitstellen, wie die Rot-Kreuz-Bezirksleitstellen Imst oder Reutte, die Bergrettung oder die Pistenrettungen, ob ein Hubschrauber beschickt wird. In 29% der Fälle erfolgte die Entscheidung durch die Mitarbeiter der Leitstelle Tirol.
Der Tag mit den meisten Beschickungen war der 25. Februar 2009 mit insgesamt 83 NAH-Alarmierungen. In der laufenden Wintersaison 2009/2010 ist bis dato der 29. Dezember 2009 mit 61 Alarmierungen Spitzenreiter. In Tirol sank die Zahl der NAH-Einsätze um 7%, die Anforderungen durch Leitstellen aus Deutschland und Südtirol dagegen um 7% bzw. 47% an.
Die hervorragende Zusammenarbeit mit der Tiroler Exekutive schlägt sich auch in der Statistik nieder. 10.454 Mal wurde durch die Leitstelle Tirol die Exekutive über das laufende Einsatzgeschehen informiert bzw. zur Unterstützung der Systempartner der Leitstelle Tirol hinzugezogen. Die automatisierte Information der Alpinpolizei via SMS über Vorfälle im alpinen Gekände, wurde 3.569 Mal druchgeführt.
6.251 Mal wurde 2009 vor allem Einsätze, aber auch Krankentransporte an Rettungsleitstellen im In- und Ausland vermittelt. Wenn ein Einsatzort auf einem nicht durch die Leitstelle Tirol betreutem Gebiet liegt, wird noch während der Notrufabfrage die zuständige Rettungsleitstelle über den Notfall informiert und sofern nötig, bleibt ein Mitarbeiter der LT bis zum Eintreffen der Rettungskräfte am Telefon, um Erste Hilfe Maßnahmen zu veranlassen und deren Korrektheit zu überwachen.
Zum ersten Mal war die Leitstelle Tirol in eine Landeskatastrophenübung mit den Blaulichtorganisationen eingebunden. Die Stabsleiter der einzelnen Einsatzorganisationen (Landeswarnzentrale, Sicherheitsdirektion des Landes Tirol, Feuerwehr, Rettungsdienst - Rotes Kreuz, Cobra, Polizei, Bayrische Polizei und Bundesheer) konzentrierten sich im Mehrzweckraum der Leitstelle Tirol und unterhielten einen permanenten Informations- und Kommunikationsaustausch mit der Landeseinsatzleitung, während des gesamten Übungsverlaufes.
Die Leitstelle Tirol erwartet im festzustellenden Jahresabschluss 2009 ein Betriebsergebnis in der Höhe von Mio. 2,514 EUR. 2008 betrug das Betriebsergebnis Mio 2,287 EUR. Das bedeutet eine Zunahme von 10%. Hinsichtlich Umsatzerlöse, konnte die Leitstelle Tirol im GJ 2009, Mio 1,316 EUR selbst erwirtschaften. Das genehmigte Betriebsbudget der LT durch die Eigentümer, Land Tirol und Stadt Innsbruck, betrug 2009 Mio 3,348 EUR. Somit konnte im GJ 2009 eine Einsparung im Ausmaß von 834.000 EUR erzielt werden.
Zusammengefasst kann gesagt werden, dass die gesamten im GJ 2009 erbrachten Leistungen der LT für 704.000 TirolerInnen und 9,1 Mio. saisonal dazukommende Winter- und Sommergäste, 24 Stunden, 365 Tage zur Verfügung stand.
Auch am internationalen Parkett war die LT 2009 wieder vertreten und das Know How der Leitstellenmitarbeiter weltweit gefragt. Neben Besichtigungen der LT durch eine Delegation aus Kroatien, der Wiener US-Botschaft, dem Polizeipräsidenten Singapurs, Mitarbeitern der Norwegian Civil Defense oder den für das Rettungs- und Feuerwesen Verantwortlichen des Landratsamts Rosenheim war Innsbruck unter Federführung der Leitstelle Tirol im Juni 2009 Gastgeber für die Mitglieder des Projekts "SIDARTHa" der Europäischen Union, das sich zum Ziel gesetzt hat, ein Frühwarn- und Früherkennungssystem für Pandemien in der EU zu entwickeln und einzuführen.