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Im Jahr 2010 wurden durch die Leitstelle Tirol insgesamt 219.448 Events abgewickelt. Unter Events sind in der Leitstelle Tirol alle im Einsatzleitsystem erfaßten Anrufe (inkl. Notrufe, sowie z.B. die Vermittlung an niedergelassene Ärzte, Auskunftsdienste wie Apothekendienstzeiten, Pannenhilfe) zu verstehen.

Insgesamt gingen 266.000 Anrufe in der Leitstelle Tirol ein, davon waren 97.370 Anrufe auf den Notrufleitungen 122, 140 und 144. Im Vergleich zum Vorjahr konnte hier ein Minus von 2,3% festgestellt werden. Der bereits seit mehreren Jahren verfolgte Trend, dass immer mehr Notrufe über Mobiltelefone gemeldet werden, stagnierte 2010 erstmals und erreichte ein Ausmaß von 60% - analog dem Vorjahr.

 

Im alpinen Bereich kam es zu einer Steigerung von 6,3% und damit zu 6.063 Einsätzen. Wohingegen nach den massiven Einsatzzahlen von 2009 und vor allem dem Winter 2008/2009 die Bergrettung und ihre Spezialeinheiten ein Minus von 4,5% verzeichneten.

Gerade auf Tirols Skipisten kam es zu einer massiven Steigerung von 40% der Primärmeldungen von Unfällen durch Skifahrer in der Leitstelle Tirol. Allein im Februar 2010 wurden mehr als 400 Notfälle direkt der Leitstelle Tirol gemeldet. Dieser Trend läßt sich schon seit 2006 beobachten (Steigerung 2006 auf 2010 144%).

Im Bereich der Alarmierung und Disposition der Tiroler Notarzthubschrauber zeichnete sich wie in den vergangenen Jahren eine saisonale Schwankung ab. Der stärkste Monat 2010 war der Februar mit insgesamt 1.269 Alarmierungen. Der einsatzstärkste Tag war der 16.02.2010 mit 76 Alarmierungen. In Summe wurden 2010 die Notarzthubschrauber zu insgesamt 7.341 Einsätzen alarmiert. Die Entscheidung, ob ein Hubschrauber beschickt wird oder nicht, wird von mehreren Entscheidungsträgern getroffen. Auf der einen Seite durch die Leitstelle Tirol, wenn die Notrufabfrage ergibt, dass der Patient notarztpflichtig ist (in 28,1% der Fälle), und andererseits durch Bergrettung, Pistenrettung, Rettungsdienst vor Ort und andere Rettungsleitstellen (71,9% der Fälle).

 

Von den in der Leitstelle Tirol bearbeiteten Notrufen „144“ (55.304 Einsätze) wurden insgesamt 51.722 mit dem an die Leitstelle Tirol angeschlossenen Rettungsdienst in den Bezirken Innsbruck Stadt, Innsbruck Land und Kufstein abgewickelt. An der Spitze liegt hier die Landeshauptstadt mit 25.114 Einsätzen im vergangenen Jahr. Die verbleibenden 3.582 wurden, da sie nicht im Einsatzgebiet der Leitstelle Tirol lagen, an die zuständigen Rot Kreuz Bezirksleitstellen weitervermittelt.

Im Bereich der Notarztsysteme Tirol Mitte (Stützpunkte Hall, Innsbruck, Schönberg), Kufstein (Stützpunkte Kramsach, Kufstein, Wörgl) und Telfs wurden die Notärzte zu 10.612 Einsätzen alarmiert und disponiert.

192 Notfälle wurden an Leitstellen in anderen Bundesländern und 147 Notfälle an Leitstellen in Deutschland, Italien und der Schweiz weitergegeben. In allen Fällen, in denen es nötig war, wurden die Hilfesuchenden nach den gewohnt hohen Standards der Leitstelle Tirol am Telefon betreut und unterstützt, bis Hilfe vor Ort eintraf.

Die dokumentierten Feuerwehrevents (inkl. gemeldeten Zweckfeuern und Wartungsarbeiten bzw. Probealarmen bei Brandmeldeanlagen) sanken um 1% auf 20.081.

Die 362 Feuerwehren des Landes Tirol mussten im vergangenen Jahr zu insgesamt 10.106 Einsätzen ausrücken. 2010 war das zweite Jahr, in dem die Feuerwehren für ganz Tirol durch die Leitstelle Tirol alarmiert, disponiert und während des Einsatzgeschehens unterstützt wurden.

Die Zahl der an die Leitstelle Tirol angeschlossenen Brandmeldeanlagen stieg um 8,5% an, jedoch konnte die Zahl der Feuerwehralarmierungen gegenüber dem Vorjahr um 12,1% reduziert werden. Das neue Konzept, ausgearbeitet zwischen der Leitstelle Tirol und dem Landesfeuerwehrverband zeigt erste Erfolge!

 

Die Wasserrettung Tirol wurde zu 84 Einsätzen alarmiert.

 

Die zunehmende Automatisierung der 29 an die Leitstelle Tirol angeschlossenen Tunnelgewerke des Landes Tirol (Tunnelanlagen, Unterflurtrassen, Umfahrungsanlagen, Galerien) resultierte in einem Minus von 20% in den Schalthandlungen der Tunneloperatoren (3.996 Schalthandlungen).

 

Die gute Zusammenarbeit mit der Tiroler Exekutive spiegelt sich auch in den im Einsatzleitsystem der Leitstelle Tirol dokumentierten Verständigungen der Polizei wieder. Per Mausklick baut sich auf einen Einsatz bezogen automatisch eine Telefonverbindung zur für den Einsatzort zuständigen Polizei-Bezirkszentrale oder Autobahnpolizei auf. Insgesamt 7.233 Mal wurde die Exekutive über das laufende Einsatzgeschehen informiert bzw. hinzugezogen. Da die Exekutive auch über Einsätze im alpinen Gelände informiert wird, wurden im vergangenen Jahr insgesamt 3.544 sogenannte „Info-SMS“ an die Alpinpolizei versendet.

 

Leitstelle Tirol - Im Einsatz für Sie da!
Zufahrt zur Leitstelle Tirol
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