An eigens dafür eingerichteten Arbeitsplätzen können die Mitarbeiter der Leitstelle Tirol seit nun einem Jahr auf die Kameras der ASFINAG zugreifen, um im Verdachtsfall rascher handeln zu können. Informationen zum Einsatzgeschehen auf oder auch neben den Autobahnen kann so direkt an die Einsatzkräfte weitergeben werden. Durch die Flexibilität und die hohe Auflösung der Kameras können auch Details zu Unfallfahrzeugen direkt an die zuständigen Behörden vermittelt werden.
Schon einige Male hat sich die Verwendung der Kameras bestens bewährt. So erreichte die Leitstelle Tirol im vergangenen Herbst der Notruf eines französischen Buslenkers, der nur wusste, dass er sich auf der A12 zwischen Innsbruck und Kufstein befand. Während mit Hilfe einer Konferenzschaltung mit den Kollegen der Rettungsleitstelle Zürich (auf Grund der Verständigungsschwierigkeiten mit dem Busfahrer) versucht wurde, Informationen zum Einsatzort zu erhalten und sofort via Telefon Erste Hilfe Maßnahmen einzuleiten, wurde zusammen mit der diensthabenden Mannschaft der ASFINAG die Autobahn Stück für Stück mit den Kameras abgesucht. Schlussendlich konnte der Bus innerhalb kürzester Zeit am Pannenstreifen vor Jenbach identifiziert und die nötigen Rettungsmannschaften alarmiert werden.
Auch bei Brandmeldungen im Gelände entlang der Autobahnen A12 und A13 können die Disponenten der Leitstelle Tirol auf die ASFINAG Kameras zugreifen, um das Ausmaß der Schadenslage besser einschätzen zu können. Diese zusätzlichen Informationen werden dann, im Sinne einer Einsatzunterstützung, direkt an die alarmierten Feuerwehreinheiten weitergeben.