

Screenshots des TIRIS-Wassereinsatztools - die pinke Linie stellt das Abtreiben und die ungefähre Position der Person in Not dar.
Am vergangenen Samstag kam es am späten Nachmittag zu einem tragischen Einsatz der Rettungskräfte mit Todesfolge am Inn. Gegen 17 Uhr wurde der Leitstelle Tirol eine leblose Person, vom Emile Bethouard Steg aus gesichtet, im Inn treibend, gemeldet. Sofort wurden dem Alarmplan für Einsätze in Fließgewässern entsprechend, die Berufsfeuerwehr Innsbruck, das Rote Kreuz, die Wasserrettung und eine Notarzthubschrauber alarmiert. Schon nach einigen Minuten konnte die Person Höhe Kettenbrücke aus dem Inn geborgen und an den Rettungsdienst übergeben werden.
Um bei solch kritischen und Ressourcen-intensiven Einsätzen die Einsatzkräfte vor Ort noch besser unterstützen zu können, gibt es seit kurzem eine Erweiterung der TIRIS Anwendung der Abteilung Raumordnung und Statistik des Amts der Tiroler Landesregierung. Das sogenannte "Wassereinsatztool" liefert mit Hilfe aktueller Informationen über den derzeitigen Wasserstand und die Fließgeschwindigkeit eine ungefähre Position des gesichteten Objekts bzw. der Person in Not. Durch diese Information, die laufend an die Einsatzleiter der beteiligten Organisationen übermittelt wird, kann die Verteilung der Einheiten besser koordiniert und die Suche auf einzelne Teilbereiche konzentriert werden.